Sowohl im Rohbau als auch im Antriebsstrang und Fahrwerk lassen sich durch Faserverbundwerkstoffe technische als auch wirtschaftliche Vorteile gegenüber der metallischen Bauweise erzielen.
In Verbindung mit drastisch steigenden Rohstoffpreisen, geforderten Reduzierungen des Schadstoffausstoßes, kürzenen Modellzykluszeiten und Nischenfahrzeugen mit geringen Stückzahlen ist die Faserverbundbauweise eine sinnvolle Alternative zu Leichtbaukonzepten aus Metallen.
Entwicklung und Serienfertigung der CFK/RTM-Heckklappe für den Lamborghini Gallardo Spyder
In Zusammenarbeit mit Lamborghini und der Audi AG hat die ACE GmbH eine Heckklappe in CFK/RTM-Technologie entwickelt und Ende 2005 in Serie gebracht. Eine besondere fertigungs-technologische Herausforderung war dabei die Einhaltung der hohen Anforderungen an die Class-A-Oberflächenqualität bei gleichzeitig stark konturierten Oberflächen, wie u.a. die Lamborghini-typischen Lamellen. In der CFK-Bauweise konnte somit ein Design realisiert werden, was in metallischer Bauweise so nicht möglich ist und zudem 30% an Gewicht einspart.
Pro Jahr werden ca. 1.500 Heckklappen gefertigt.
Entwicklung und Serienfertigung der CFK/RTM-Seitenteil für den Bugatti Veyron
Am 1001-PS-starken „Rennwagen mit Straßenzulassung“ ist ACE mit verschiedenen Composite-Entwicklungsthemen beteiligt. In Serie werden durch ACE die CFK-Außenhautteile (Seitenteile), welche im ACE-ClassA-RTM-Prozess hergestellt werden, gefertigt. Bei diesem sehr exklusiven Fahrzeug wird auf die Oberflächenqualität allerhöchsten Wert gelegt.
Entwicklung und Serienfertigung von CFK - Teilen sowie Reparatur Porsche Carrera GT
Die ACE GmbH war während der Entwicklungsphase des Porsche Carrera GT fester Entwicklungspartner im Faserverbundbereich. Außerdem wurden bis zum Ende der Produktion über 6.000 Teile in unserer Fertigung hergestellt.
Mit dem Erfahrungshintergrund aus verschiedenen Luftfahrt- und Automobilprojekten hat sich ACE zum After-Sales-Spezialisten in Sachen zerstörungsfreier Bauteilprüfung und CFK-Reparaturen entwickelt.
ACE ist der Einzige von Porsche zugelassene Reparaturbetrieb für den Carrera GT.
Composite-Entwicklungen für Liebherr Mobilkräne
Im Nutzfahrzeugbereich wurde in Zusammenarbeit mit Liebherr eine komplette Composite-Krankabine sowie Fahrerhaustüren entwickelt und Prototypen hergestellt. Als Fertigungsverfahren wurde auch hierfür die RTM-Technologie als industrieller Serienprozess gewählt.
UX 100 mit Fahrerhaus in CFK / RTM-Bauweise
Das CFK-Fahrerhaus des UX 100 und des Unimog U200 stellen ein Novum im Automobilbau dar.
Die nur 70 kg schwere Rohbaustruktur des UX 100 besteht aus nur sieben bzw. acht Komponenten, welche im RTM-Verfahren hergestellt und anschliessend strukturell verklebt werden. Das Gewicht der Faserverbundkabine U200/300 liegt bei ca. 100 kg.
Mit dieser Bauweise konnten alle relevanten Vorschriften (EWG, ECE-R29) und Tests (Schlagwegerprobung u.a.) erfüllt werden und eine Serie von 1000 Kabinen / Jahr (UX 100) bzw. 2500 Kabinen / Jahr (U200/300) bedient werden.
Unimog U200/300 mit Fahrerhaus in CFK / RTM-Bauweise
CFK - Hardtop
Entwicklung eines RTM-Produktionskonzeptes für ein Hardtop (MB-SL) in CFK-Faserverbundbauweise für eine Stückzahl von 13.000 Einheiten / Jahr.
Die gesamte Struktur war mit 10 kg 30% leichter als in Aluminiumbauweise und erfüllte nach einer Standardlackierung die Class-A-Oberflächen-Anforderung.
Antriebsstrang: CFK - Kardanwelle
Es wurden verschiedene CFK-Faserverbund Kardanwellen entwickelt, in mehrspuligen Wickelverfahren gefertigt und anschließend getestet. Die Flanschanbindung wurde in kostengünstiger Spritzgusstechnik ausgeführt.